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Donnerstag, 31. Januar 2013

Neues auf dem SuB #1 + [Ich lese..]

Kurz vor Beginn des neuen Monats Februars, erreichten mich noch drei Neuzugänge, die ich euch vorstellen wollte. Im Moment lese ich alle neuen Bücher sofort, so dass dieser Post euch auch Auskunft über meine aktuelle oder nächste Lektüre gibt.

Roddy Doyle - Mary, Tansey und die Reise in die Nacht - Klappentext:
Im Moment findet Mary alles gar nicht leicht: Ihre liebe, witzige, wunderbare Großmutter Emer liegt im Sterben. Deshalb hat Mary überhaupt keinen Nerv, sich mit der altmodisch wirkenden Fremden zu unterhalten, die sie eines Tages einfach so anspricht. Doch schnell stellt sich heraus, dass diese Tansey niemand Geringeres als die Mutter von Emer ist – also Marys seit langem tote Urgroßmutter. Als Geist ist sie gekommen, um zusammen mit ihrer sterbenden Tochter sowie Mary und deren Mutter Scarlett ein letztes großes Abenteuer zu erleben. Gesagt – getan! Mit Scarlett am Steuer begeben sich die vier Frauen aus vier Generationen auf eine unvergessliche, letzte gemeinsame Reise in die Nacht ... (Bild- und Textquelle: cbj)

Das ist das Buch, das ich momentan lese, wahrscheinlich lese ich es sogar heute noch zu Ende. Ich weiß nicht genau, was ich davon halte bisher, warte noch das Ende ab. Die Rezension folgt dann aller Wahrscheinlichkeit nach am Wochenende :-)

Rena Dumont - Paradiessucher - Klappentext:
Lenka ist 17 und träumt davon, in den Westen zu gehen. Sie hat genug vom sozialistischen Leben in der böhmischen Kleinstadt. Als sie und ihre Mutter endlich ein Visum für zwei Wochen Deutschlandurlaub bekommen, ist klar: Sie werden nicht mehr zurückgehen. Doch erst jetzt merken sie, wie schwer es ist, die Heimat, alle Freunde und Verwandten zurückzulassen. Und Pavel, die erste Liebe. Doch auch das fremde Land macht es einem nicht leicht. Das soll es also sein, das lang ersehnte Paradies? Dieses (fast) autobiografische Jugendbuch erzählt eine Geschichte von Flucht, Exil und dem Gefühl der Fremde – aber auch von der Sehnsucht nach Freiheit.(Bild- und Textquelle: Hanser)

"Paradiessucher", das erst kürzlich erschienen ist, darf ich im Zuge einer Leserunde bei Lovelybooks lesen. Klingt echt interessant und solche Geschichten lese ich ab und an echt gerne, nach "Mary, Tansey und die Reise in die Nacht" werde ich mich da rantrauen. 

Hervé Jaouen - Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind? - Klappentext:
Véro, 13, hat es nicht leicht: Ihre wechselnden Lover sind notorisch untreu, ihr Bruder ist ein Ekel, und jetzt soll sie auch noch ihr Zimmer räumen, weil ihre Oma dort einzieht. Und die leidet an Alzheimer.
Innerhalb kürzester Zeit ist das Familienleben komplett auf den Kopf gestellt. Omama plündert nachts die Küche, hortet Unmengen Schokoriegel und Silberlöffel unter ihrem Bett, weil sie glaubt, dass der Krieg noch immer andauert, telefoniert stundenlang ins Ausland oder löscht versehentlich extrem wichtige Dateien auf Mamans Computer ...
Virtuos, liebevoll, mit hinreißendem Humor und ohne jede Sentimentalität schildert Hervé Jaouen das turbulente Leben einer ganz normalen Familie, die auch die absurdesten Situationen mit Bravour meistert. Ein herrlich positives Buch über ein ernstes Thema. (Bild- und Textquelle: Urachhaus)

Das Thema Alzheimer interessiert mich selbst schon lange sehr, deshalb wollte ich dieses Jugendbuch lesen, das sich mit diesem Thema beschäftigt. Die Rezension folgt dann zum Erscheinungstermin anfang März.

Sonntag, 27. Januar 2013

[Rezension] Selection von Kiera Cass

Infos:
Titel: Selection
Autorin: Kiera Cass
Verlag: Sauerländer
Gebunden: 368 Seiten
Erscheinungsdatum: 11.02.2013
Preis: € 16,99 [D] ; € 17, 50 [A]

Klappentext:
Die Chance deines Lebens?
35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien.
Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?
Bild- und Textquelle: Sauerländer

Meine Meinung:
Schon lange habe ich auf das Erscheinen von "Selection" gewartet und war gespannt, was mich erwarten würde. Gefreut habe ich mich auf eine unterhaltsame, an Reality-TV erinnernde Geschichte und habe letztlich auch genau das bekommen!

Die Geschichte, die "Selection" erzählt, erinnert an zahlreiche Reality Datingsshows wie beispielsweise "Der Bachelor" oder "A Shot at Love with Tila Tequila". Auch wenn ich solche Shows nie ernst nehme, muss ich zugeben, dass ich sie gerne gucke. Es macht einfach Spaß dabei zu sein, wenn jemand versucht seine Liebe zu finden. Die Idee, so eine Show in einem Buch zu erzählen, hat mir gut gefallen und Kiera Cass schafft es auch sehr gut den Leser im Bann zu ziehen, so dass ich mich während des gesamten Castingprozess' sehr gut unterhalten gefühlt habe.

Die Protagonistin America Singer ist talentiert, sehr hübsch, bodenständig und damit auch genau die perfekte Charakterin für so ein Buch. Man könnte ihr vorwerfen, dass sie nicht viele Ecken und Kanten hat, aber das hat mich nicht sonderlich gestört, da sie mir stets sympathisch war. Gerade weil America alles, was mit ihrer Teilnahme zusammenhängt, nicht wirklich will, macht es riesen Spaß, sie auf ihrem Weg zu Glanz und Gloria zu begleiten. Die erste Begnung zwischen den Prinzen und America beispielsweise ist einfach nur himmlisch und total unterhaltsam geschrieben.

Ihre Familie hält zusammen und wirkte auch ganz nett, wenn auch von den Charakterzügen nicht besonders innovativ. Da haben wir die ehrgeizige, fordernde Mutter, die lebendigen jüngeren Geschwister und den ruhigen Vater. Americas große Liebe Aspen scheint sehr stolz, leidenschaftlich und gutaussehend. Anders als ich vermutet habe, ist Prinz Maxon lieb, aufrichtig und sozial und war mir sofort sympathisch. Das einzige was ein wenig schade ist, ist dass so viele der Mitbewerberinnen charackter- und gesichtslos bleiben. Bis auf einige wenige Ausnahmen lernt man keine näher kennen.

Kiera Cass hat keinen besonders auffälligen Schreibstil. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und liest sich sehr schnell, mehr aber auch nicht. Die einzelnen Schritte des Castingprozess' werden sehr gut beschrieben und wirklich sehr unterhaltsam in Szene gesetzt. Auch wenn man sich in etwa denken kann, worauf die Geschichte hinausläuft, bleibt es spannend und man weiß nicht recht, was als nächstes kommt. Neben dem realistischen Blick in Reality Datingshows, wird auch eine Dreiecksbeziehung erzählt, die ich eigentlich in Bücher weniger mag, hier aber durchaus nett und gut erzählt fand.

Das Problem des Buches ist, dass Kiera Cass sich an einer Mixture von Reality Dating und Dystopie versucht, was sehr interessant sein könnte, hier aber eher misslingt. Gelingt ersteres sehr gut, bleibt die Dystopie trotz halbherziger Versuche auf der Strecke. Ja, da ist das Kastensystem, dass die Menschen in Schichten ihrer Herkunft nach von 1 (beste) bis 8 (schlechteste) einteilt und darüber hinaus wird ein hartes, kaltes und unfaires Gesellschaftsbild entworfen, aber es bleiben einfach viel zu viele Fragen offen und die Welt bleibt noch zu oberflächlich. Zum Glück hat mich das nicht sehr gestört, da ich mir dachte, dass mehr Informationen möglicherweise im nächsten Band der Trilogie folgen. Mit einem Cliffhanger endet dieser Band und macht sehr neugierig, wie die Geschichte weitergeht.

"Selection" hat mich super gut unterhalten und hat einfach riesigen Spaß gemacht! Der Auftakt der Trilogie wird spannend erzählt und liest sich sehr schnell. Enttäuscht könnte man sein, wenn man eine gut erzählte Dystopie erwartet, hier bleiben noch zu viele Fragen offen. Will man aber eine unterhaltsame Datingshow mit schönen Momenten in einer gut gemachten Dreiecksbeziehung, wird man seinen Spaß haben!

Wertung: 4 von 5 Herzen
♥ ♥ ♥ ♥


Samstag, 19. Januar 2013

Neuzugang + [Ich lese..]

Ich freue mich sehr, denn im Zuge einer Leserunde bei Lovelybooks, darf ich "Selection" von Kiera Cass (ab Mitte Februar im Handel) jetzt schon lesen. Lange hatte ich schon darauf gewartet und konnte kaum abwarten, bis das Buch denn endlich erscheint, weswegen meine Freude natürlich groß ist. Ich bin nun schon sehr gespannt, wie es mir gefallen wird und wie Kiera Cass die Idee umgesetzt hat. Im ersten Moment hat mich die Geschichte ein wenig an die Show "Der Bachelor" erinnert. Sobald ich es beendet habe, lasse ich euch natürlich wissen, wie es mir gefallen hat!

Die Chance deines Lebens? 
35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. 
Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?
Bild- und Textquelle: Sauerländer



Neben "Selection" lese ich nun "Generation Doof" von Stefan Bonner und Anne Weiss. Ich will meinen SuB wieder etwas schrumpfen lassen und dachte mir dass ich das Buch nebenbei lesen könnte, wenn ich beispielsweise Fernsehen schaue und Werbung läuft. Klingt nach einem witzigen Buch, erhoffe mir vielleicht ein paar witzige oder interessante Fakten.

Stefan Bonner und Anne Weiss - Generation Doof - Wie blöd sind wir eigentlich? - Klappentext:
Niklas glaubt, der Dreisatz wäre eine olympische Disziplin.
Latoya kennt drei skandinavische Länder: Schweden, Holland und Nordpol.
Und Tamara-Michelle hält den Bundestag für einen Feiertag.
Einzelfälle? Mitnichten. Eine ganze Generation scheint zu verblöden. Der Staatsanwalt von nebenan erzieht seine Kinder mit der Spielkonsole. Germanistikstudenten sind der deutschen Sprache nicht mehr mächtig. Eine Karriere als Popstar erscheint dem Bäckerlehrling verlockender als eine solide Ausbildung.
Dieses Buch geht der Frage auf den Grund, wie es wirklich um die Mütter, Väter und Bundeskanzler von morgen steht. Geschrieben haben es zwei Autoren, die mit der Generation Doof per Du sind. Denn es ist ihre eigene. (Bild- und Textquelle: Bastei Lübbe)

Donnerstag, 17. Januar 2013

[Rezension] Dylan & Gray von Katie Kacvinsky

Infos:
Titel: Dylan & Gray
Autorin: Katie Kacvinsky
Verlag: Boje Verlag
Gebunden: 240 Seiten
Erschienen: 21.09.2012
Preis: € 12,99 [D] ; € 13,40 [A] 


Klappentext:
Gray ist ein cooler Typ. Er läuft nur mit seinem iPod rum und interessiert sich nicht sonderlich für das, was um ihn herum passiert. Dylan ist das pure Gegenteil: Sie sprüht vor Energie, steckt voller Ideen und will aus jedem Tag etwas Besonderes machen. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein – und doch bemerken sie einander, lernen sich kennen, freunden sich an und verlieben sich schließlich ineinander. Doch irgendwann ist der Sommer zu Ende und den beiden ist klar, dass sich ihre trennen werden. Zeit zu erkennen, wie leicht es ist, sich zu verlieben – und wie viel schwerer es sein kann, sich wiederzufinden, wenn man sich einmal verloren hat. 
Bild- und Textquelle: Bastei Lübbe

Meine Meinung:
Katie Kacvinsky konnte mich mit ihrem ersten Buch "Die Rebellion der Maddie Freeman" nicht wirklich begeistern, deshalb war ich überrascht, dass ihr zweiter Jugendroman "Dylan & Gray" bisher so gut bewertet wurde. Aus Neugier musste ich dieses Buch nun lesen und ja, diese Liebesgeschichte hat mich nicht nur überrascht, sondern auch begeistert..

"Dylan & Gray" ist eine lebendige und erfrischend gut gemachte Liebesgeschichte und konnte sogar mich, der oft von Liebesgeschichten genervt ist, beeindrucken. Die Geschichte wird abwechselnd von Dylan und Gray erzählt und dass macht die Autorin so gut, dass man auch wenn man keinen Namen am Anfang hätte, wüsste, wer da gerade erzählt. Das sorgt dafür, dass man immer weiß, wie die Protagonisten sich in den Situationen fühlen und gerade weil die beiden so unterschiedlich sind, macht das Spaß.

Das Buch lebt von seinen Charakteren, die sich perfekt ergänzen und dafür sorgen, dass es richtigen Spaß macht, der Geschichte zu folgen. Dylan ist sehr offen, lebensfroh und lebendig. Sie ist ein kreativer Geist und ein herzensguter Mensch. Mit ihren eigenen Ansichten wirkt sie sehr interessant und ist mir sofort ans Herz gewachsen. Dagegen ist Gray fast das komplette Gegenteil. Er ist eher zurückgezogen und in sich gekehrt, wirkt für andere unnahbar und scheint sich nicht viel um seine Außenwelt zu kümern. Seine Gedankengänge sind besonders interessant zu lesen. Trotz allem wirkt er nicht unsympathisch, mit jedem Kapitel mag man ihn mehr. Man spürt richtig, dass die Autorin beim Schreiben in ihre Protagonisten verliebt war. Es war vor allem interessant zu sehen, welche Wirkung Dylan bei Gray hat und wie er sich dadurch ändert. Auch sehr gut gefallen hat mir, dass Äußerlichkeiten bei der Entwicklung der Beziehung der beiden nicht die übergeordnete Rolle gespielt haben. Außerhalb von Dylan & Gray gibt es nicht sehr viele andere Charaktere, das stört aber kaum, da man von den beiden einfach nicht genug bekommt.

Katie Kacvinsky hat in meinen Augen einen besonderen Schreibstil. Ihre Sprache ist einfach, aber fast schon poetisch und dadurch schön zugleich. Sie findet viele witzige, coole, kreative, aber auch schöne und manchmal nachdenkliche Vergleiche und Methapern. Wer sich also gerne Stellen aus Büchern rausschreibt, wird bei "Dylan & Gray" viel zu tun haben. Auch gelingt es ihr sehr bildhaft von Orten zu erzählen, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Die Autorin hatte für dieses Buch sehr viele Ideen, man fühlt sich sehr gut unterhalten und trotz der etwas preisgebenden Kapitelntitel ist die Geschichte nicht vorhersehbar. Besonders gut sind auch die Dialoge zwischen den beiden Protagonisten geschrieben, sie sind witzig, unterhaltsam und erfrischend geschrieben. Die Geschichte liest sich sehr schnell, weil man nicht genug bekommt von den Charakteren und dennoch habe ich langsam gelesen, um die Geschichte zu genießen.

Obwohl man mit dieses Buch auch durchaus für sich stehen kann, gibt es im Englischen schon einen zweiten Teil um Dylan und Gray, den ich kaum abwarten kann!

"Dylan & Gray" erfindet das Rad zwar nicht unbedingt neu, hat mich aber sehr positiv überrascht und begeistert. Die Protagonisten ergänzen sich perfekt und werden schnell ins Herz geschlossen, der Schreibstil der Autorin ist poetisch und bildhaft, die Dialoge sind sehr unterhaltsam geschrieben und es macht einfach richtigen Spaß der Geschichte zu folgen. Eine unkitschige Liebesgeschichte mit schöner Botschaft. Lesen!

Wertung: 5 von 5 Herzen
♥ ♥ ♥ ♥ ♥