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Montag, 12. März 2012

[Rezension] Rebellen der Ewigkeit von Gerd Ruebenstrunk

Infos:
Verlag: ArsEdition
Gebunden: 416 Seiten
Erschienen: 06.02.2012
Preis: € 17,99 [D] ; € 18,50 [A]


Klappentext:
Der internationale Konzern Tempus Fugit hat den Zeithandel kommerzialisiert. Lebenszeit zu kaufen und zu verkaufen ist nun für jedermann möglich. Doch ist diese Technologie wirklich so ungefährlich, wie Tempus Fugit behauptet? Oder gibt es bereits Risse in der Realität, die so verheerend sind, dass sie die Welt über kurz oder lang ins Chaos stürzen, wie es die Geheimorganisation Rebellen der Ewigkeit prophezeit?
Der junge Willis gerät zwischen die Fronten eines Krieges, der sich im Verborgenen abspielt – und muss sich für eine Seite entscheiden. Doch sein Schicksal ist weit tiefer mit beiden Seiten verbunden, als er ahnt …
Bild- und Textquelle: ArsEdition

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass sich diese Zeithandel Thematik sehr interessant angehört hat. Umso mehr war ich dann auf die Umsetzung gespannt, und ich bin nicht enttäuscht worden.

Die Charaktere sind durchaus alle interessant. Als Protagonist herauskristallisiert sich der junge Willis, der mit beiden Beinen im Leben steht und schon früh lernen musste, selbstständig zu werden, da er in ein Waisenheim aufwuchs. Er ist ein aufgeschlossener, mutiger und sympathischer Junge. Die ebenso junge Valerie, die einen sehr lieben Eindruck macht, wirkt durch ihre gutmütige Art auch sympathisch. Die Privatdetektivin Karelia Simms fand ich dann allerdings weniger überzeugend. Denn ich halte es für sehr unrealistisch, dass eine langjährige Privatdetektivin mit zwei Jugendlichen, die sie soeben erst kennengelernt hat, arbeitet. Aber das ist auch nicht die einzige Stelle, wo ich mir wegen ihr die Stirn gerunzelt habe. Insgesamt bleiben alle Charaktere aber leider viel zu blass und werden auch schnell vergessen werden.

Das Buch beginnt mit einem sehr spannenden Prolog, der dem Leser zeigt, wie es zu der Idee mit dem Zeithandel kam, und durch viele Ideen, wie z.B. Verfolgungsjagden, behält der Autor diese Spannung lange weiterhin aufrecht. Erst in der Mitte wird es dann weniger spannend, wobei es keinesfalls langweilig wurde. Es war da viel mehr interessant, als spannend. Gegen Ende ist die Spannung aber kaum mit der vom Beginn zu vergleichen, denn da kann man das Buch gar nicht erst aus der Hand legen.

Gerd Ruebenstrunk weiß seine Leser wirklich zu fesseln. Er schafft es auch viel Misstrauen zu erwecken. So werden in einigen Kapiteln zwischendurch, Beispiele der Folgen des Zeithandels gezeigt. Auch den Perspektivwechsel, fand ich erfrischend, wobei die Charaktere dafür blass blieben. Im Gegensatz zu einigen anderen fand ich es gut, dass der Autor weglässt, wo die Geschichte spielt, da die Phantasie der Leser so gefordert wird. Es wird lediglich genannt, dass die Währung der Euro ist. Viele kritisieren zudem, dass die Erklärungen, wie der Zeithandel funktioniert, unzureichend wären. Das kann ich selbst nicht bestätigen, denn für ein Jugendbuch fand ich die Erklärungen mit der Quantenphysik absolut angemessen. Die eine oder andere Stelle fand ich dafür aber für ein Jugendbuch viel zu gewalttätig und weniger angemessen.

"Rebellen der Ewigkeit" ist zwar durch seine blassen Charaktere nicht perfekt und hat stellenweise auch zu viel Gewalt für ein Jugendbuch, weiß aber gekonnt zu fesseln, hat eine sehr interessante Thematik und macht Spaß. Diese Punkte sind es dann, die diesen Einzelband lesenswert machen.

Wertung: 4 von 5 Herzen
♥ ♥ ♥ ♥
Vielen Dank an Blogg dein Buch und ArsEdition!

Kommentare:

  1. Also kann es irgendwie sein, dass du nur gute Bücher liest? Scheinst ein Händchen zu haben! ;)
    Tolle Rezension, schleiche schon länger drum herum...Sollte es mir wohl jetzt mal irgendwann zulegen. Und wenn du sagst, dass sogar Quantenphysik gut erklärt wird, dann gilt das hoffentlich auch für mich, die Niete in sowas :D

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    1. Genau das ist mir auch aufgefallen :) Wobei man bei meinen Rezensionen nicht nur auf die Wertung achten sollte, sondern viel mehr auf das, was ich schreibe.
      Also es ist echt lesenswert. Wird jetzt nicht mein Lieblingsbuch, aber hat mir ganz viel Spaß gemacht, es zu lesen. Die Quantenphysik wird sehr leicht erklärt und glaub mir, eigentlich verstehe ich da nur Bahnhof.

      Liebe Grüße, Diti

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