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Mittwoch, 10. August 2011

[Rezension] Ashes, Ashes von Jo Treggiari

(Bildquelle:http://www.arsedition.de/)
Infos:
Autorin: Jo Treggiari
Verlag: arsEdition
Gebunden: 400 Seiten
Erschienen: 05.07.2011 
Preis: € 16,95 [D] € 17,50 [A]


Klappentext:
Tödliche Epidemien, Tsunamis und Klimakatastrophen – die sechzehnjährige Lucy hat das Ende der Welt kommen und gehen gesehen. Als eine der wenigen Überlebenden eines alles vernichtenden Virus versucht sie sich in den zum Dschungel gewordenen Ruinen von New York durchzuschlagen. Doch Lucys Welt ist voller Bedrohungen: gefährliche Diebe und skrupellose Plünderer streifen umher. Als eine Horde wilder Hunde sie jagt, gelangt sie ans Ende ihrer Kräfte. Doch wie aus dem Nichts taucht Aidan auf – ein Junge, der ihr hilft, der tödlichen Meute zu entkommen und sie überredet, sich seiner Gruppe von Überlebenden anzuschließen.
Aber auch diese kleine Gemeinschaft wird bedroht. Und langsam beginnt Lucy zu ahnen, dass sie selbst das Ziel der nächtlichen Überfälle ist. Etwas an ihr scheint anders zu sein …
Doch was ist Lucys Geheimnis, das für die letzten überlebenden Menschen Bedrohung und Erlösung zugleich ist? 

Meinung:
Nachdem meine Erwartungen durch die eine oder andere eher negativ ausgefallene Rezension nicht sehr hoch waren, war ich dann positiv überrascht, dass mich das Buch doch überzeugen konnte.

Auf den ersten Seiten lernt der Leser Lucy und ihre neue Lebenssituation kennen. Als einzige Überlebende in ihrer Familie ist sie auf sich allein gestellt. Sie lebt in den Tag hinein und kämpft täglich um das Überleben. Ich habe sehr viel Respekt für sie empfunden, denn es gehört schon viel Stärke um allein in der Welt zu überleben. Im Gegensatz zu ihren verstorbenen Geschwistern, die eine rosige Zukunft vor sich hätten, war Lucy in der Schule nie besonders erfolgreich oder beliebt. Sie wurde sogar kaum beachtet. Zuerst wirkte sie verschlossen, düster und schwermütig. Man hat ihr ihre Verzweiflung angesehen. Dass sie im Laufe der Handlung ab und an schüchtern und verlegen, was teilweise typisch für ein 16 jähriges Mädchen ist, wirkte hat mich weniger gestört. Etwas nerviger fand ich dann doch, dass sie in gewissen Situationen, auf die ich nicht weiter eingehen will, naiv gewirkt hat, wofür ich nur ein Kopfschütteln übrig hatte. Aidan machte einen entspannten und lässigen Eindruck. Mein Lieblingscharakter war eindeutig die alte, erfahrene Grammalie Rose. Mit ihren spitzen Bemerkungen und den erfundenen Spitznamen, zauberte sie mir ein Lächeln ins Gesicht. Umso unsympathischer fand ich die Konkurrentin von Lucy Del. Ich wurde aus ihren unpassenden Stimmungsschwankungen nicht schlau. Dennoch fehlte es mir etwas an Tiefe in den Nebencharakteren. Zum Beispiel hätten mich die Gefühle und Verluste, die durch diese ganzen Katastrophen entstanden sind, hinter den Personen viel mehr interessiert, als die ständigen Beschreibungen über das hin und her mit Del oder das ach so tolle Grinsen von Aidan.

Die Autorin schafft eine katastrophale und zugleich erschreckende Welt. Man erhält gemeinsam mit Lucy viele Einblicke in diese grausame Welt. Die Idee der Autorin gefiel mir sehr gut. Ich habe mir oft Gedanken gemacht, ob es in unsere Welt nicht auch irgendwann etwas ähnliches geben wird. Denn bei all den Krisen, die derzeit in dieser Welt umgeben (besonders die Klimakatastrophe), finde ich dieses Thema sehr zeitnah. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht in diese Welt von Lucy und Aidan einzutauchen. Das liegt vor allem an die vielen spannenden Stellen, die mir den Atem geraubt haben. Aber auch die Beschreibungen über die kontrollierten Sweeper oder über die zombieartigen S´ans, sind sehr gut gelungen. Das Buch ist am Ende beendet, jedoch lassen ein paar leise Fragen auf eine Fortsetzung hoffen. Sollte es eine geben, werde ich wieder mit von der Partie sein.

Den Schreibstil der Autorin fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da sie ab und an sehr kurze und aussagekräftige und dann wieder lange und detaillierte Sätze schreibt. Ich musste den Satz manchmal wieder lesen, da ich das Gefühl hatte etwas übersehen zu haben. So brauchte ich ca. 50 Seiten um in das Buch einzufinden. Wobei der Schreibstil nicht schlecht ist.

Insgesamt ist "Ashes, Ashes" eine gute Dystopie, welche versteht Spannung aufzubauen. Es fehlt zwar etwas an Tiefe in den Nebencharakteren, bietet dafür aber eine umso spannendere Geschichte mit einer starken und sympathischen Protagonistin. Die Autorin hat viel Potenzial und ich bin gespannt, was in den kommenden Jahren von ihr zu lesen sein wird.

Wertung: noch knappe 4 von 5 Herzen
♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanke ich mich nochmals ganz herzlich bei arsEdition.

Kommentare:

  1. Wieder mal super geschrieben Diti (bist du immernoch 14?? *grins*). Eine sehr schöne, aussagekräftige Rezi. Stimme dir voll zu. So in etwa hab ich das Buch auch empfunden.
    LG,
    Damaris

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  2. Ich habe bisher nur gutes von dem Buch gehört :) Ich glaube es wird Zeit, dass ich es mir auch langsam mal kaufe :) Tolle Rezi :)

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  3. Superschöne Rezi ;-) Daumen hoch, und liebe Grüße
    Sabrina

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  4. @Damaris: Vielen Dank und ja, ich bin immer noch 14 :). LG, Diti

    @Ivi: Danke. Ja, es ist wirklich lesenswert. Ich würde mich auf deine Meinung freuen. LG, Diti

    @Sabrina: Auch dir danke ich. :) LG, Diti

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  5. Danke für die Rezension, bis jetzt habe ich nämlich leider nur schlechtere Meinungen gehört.. Es hört sich aber schon ziemlich interessant an, ich glaube, ich sollte es mir mal besorgen!

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  6. Sehr schöner Blog

    http://zuckerwattenbaum.blogspot.com/

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  7. Hallo!

    Ich schreibe dich an, da ich bald noch einmal ein paar Bücher zu Rezensionszwecken zu vergebe habe und du irgendwann schon mal Interesse bekundet hast

    Falls du generell Interesse hast, dann schreib mir bitte über mein Kontaktformular, damit ich deine Emailadresse habe und dann lasse ich dir in den nächsten Tagen die Liste zu kommen.

    LG Claudia
    http://claudias-buecherregal.blogspot.com

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